Glossar

Machen Sie mit: Schreiben Sie uns Ihre Anmerkungen und Ideen zum Entwurf ins Kommentarfeld.

Die Fachbegriffe, die in der Konzentrierten Digitalstrategie verwendet werden, werden im Glossar erläutert.

0-5ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

0-5

360°-RundgangBei einem 360°-Rundgang handelt es sich um einen virtuellen Rundgang. Er besteht aus 360°-Panoramafotos, welche miteinander verknüpft werden. Der Rundgang wird mit dem Computer oder einem mobilen Endgerät aufgerufen. Per Maus, Tastatur oder Fingertipp bewegt sich der Betrachter durch die 360°-Ansichten und kann so den Ort ansehen, ohne ihn real aufzusuchen. Der 360°-Rundgang kann mit diversen Interaktionselementen wie zusätzlichen Informationen, Bildern, Videos oder Weblinks kombiniert werden.
5G / 5G-Netze5G / 5G-Netze bezeichnet die 5. Generation von Mobilfunk-Technologien und -Netzen mit sehr hohen Übertragungsgeschwindigkeiten. Es ist der direkte Nachfolger von LTE bzw. Advanced LTE (4G) und UMTS (3G). Im Vergleich zur Vorgängertechnik besitzt 5G eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit bei gleichzeitig geringeren Kosten und einem geringeren Energieverbrauch.

A

AppApp ist die Abkürzung für Application und meint Anwendungsprogramme, welche speziell für mobile Endgeräte z.B. für Smartphones entwickelt wurden. Das Anwendungsprogramm, wie zum Beispiel ein Spiel oder ein Textprogramm, unterstützt den Benutzer in einem bestimmten Bereich.
AudioguideAudioguide setzt sich zusammen aus den Wörtern Audio (lateinisch für „ich höre“) und Guide (englisch für „Führer“). Als Audioguides werden Tonaufnahmen bezeichnet, die auf entsprechenden Geräten oder dem Mobiltelefon abgespielt werden können. Ursprünglich wurden Audioguides als elektronische Museumsführer entwickelt, inzwischen sind sie auch als Stadtführer beliebt.
Augmented Reality (AR)Auf Deutsch bedeutet Augmented Reality „erweiterte Realität“. Hierbei wird die reale mit der virtuellen Welt vermischt, indem Bild- oder Videomaterial der echten Welt durch computergestützte Technologien in Echtzeit mit virtuellen Zusatzinformationen erweitert wird. Dabei werden z.B. über eine Datenbrille Zusatzinformationen oder virtuelle Objekte in das Sichtfeld eingeblendet.

B

Building Information Modelling (BIM)Building Information Modelling steht für Gebäudedatenmodellierung und ist eine Methode bei der Planung und Steuerung von Bauprojekten, um den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes mithilfe virtueller Gebäudeinformationen zu simulieren.

C

CAFMCAFM ist die Abkürzung für Computer Aided Facility Management und meint das computergestützte Gebäudemanagement. Ein CAFM System unterstützt den Gebäudemanager bei der Planung, Ausführung und Überwachung diverser Aktivitäten wie zum Beispiel Raumverwaltung, Inventarverwaltung oder Wartungsplanung.
CloudCloud ist Englisch und bedeutet Wolke. Unter einer Cloud versteht man in der Regel die Bereitstellung von Speicherplatz an einer zentralen und nicht lokalen Stelle (bspw. im Internet). Dadurch können die Daten von überall abgerufen werden. Die Daten befinden sich dann nicht mehr auf dem eigenen Rechner, sondern in der Cloud. In einer Cloud können auch Rechenleistung oder Anwendungen als Dienstleistung angeboten werden.

D

Digitale AgendaMehr dazu unter „Positionspapier“.
Digitale StadtUnter dem Begriff digitale Stadt werden i.d.R. alle Konzepte verstanden, Städte oder Stadtteile mithilfe der Möglichkeiten neuer technischer Entwicklungen und der Informations- und Kommunikationstechniken zu gestalten. Sie soll im Hinblick auf Ökologie, sozialem Zusammenleben, politischer Partizipation etc. modernisiert und lebenswerter werden. Dazu gehören z.B. die nachhaltigere Nutzung von Ressourcen, indem Verkehrsflüsse durch intelligente Systeme aufeinander abgestimmt werden oder Beleuchtung nur bei Bedarf eingesetzt wird. Auch die Digitalisierung der Verwaltung ist Bestandteil der Digitalen Stadt.
Digitallotsinnen und DigitallotsenDigitallotsinnen und -lotsen werden an der digitalakademie@bw, die aus der Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg entstanden ist, ausgebildet. In der Stadtverwaltung sind sie Impulsgeber, um notwendige Maßnahmen sowie Transformations- und Veränderungsprozesse in der Verwaltung anzustoßen und sind Motivatoren für Digitalisierungsprojekte.

E

E-BookE-Book steht für electronic book, zu Deutsch elektronisches Buch, und stellt das Medium Buch in digitalisierter Form dar. Die typischen Eigenschaften eines Buches werden beibehalten und um weitere Funktionalitäten, wie beispielsweise eine Suchfunktion, erweitert. E-Books können mit spezieller Software auf Computer, Tablet, Smartphone oder mit speziellen Lesegeräten (sogenannten E-Book-Readern) gelesen werden.
E-GovernmentE-Government (elektronische Regierung), bezeichnet den Einsatz von modernen Technologien, um Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und die Effizienz zu steigern. Dazu gehören auch digitale Anwendungen die den Kommunikationsprozess mit den Bürgerinnen und Bürgern vereinfachen und komfortabler machen (z.B. Online-Steuererklärung).
E-PaperE-Paper ist die Abkürzung für electronic paper, auf Deutsch auch elektronisches Papier oder elektronische Zeitung genannt. Die Bezeichnung steht für die digitale Version eines Printmediums.

F

FTTHFTTH ist die Abkürzung für „Fibre to the home“ und bezeichnet die Verlegung von Glasfaserkabeln bis in die Wohneinheit. Hierbei wird unterschieden zu FTTB (Fibre to the building), bei dem das Glasfaserkabel bis zum Hausanschlusspunkt verlegt wird, sowie zu FTTC (Fibre to the curb) – hier endet die Glasfaserkabelverlegung am Kabelverzweiger an der Straße.

G

GlasfaserBei einem Glasfaserkabel werden Daten als Lichtsignale codiert und über optische Leitungen gesendet. Dadurch ist eine sehr große Bandbreite mit geringer Störanfälligkeit über weite Entfernungen möglich. Leitungen aus Glasfasern sind damit ideal, um große Datenmengen schnell übertragen zu können.

H

HackathonHackathon ist eine Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“. Ziel eines Hackathons ist es, innerhalb des kurzen Veranstaltungszeitraums gemeinsam Softwareprodukte herzustellen oder konkret benannte Probleme zu lösen. Teilnehmende sind in der Regel Programmierer und Anwendungsentwickler.

I

INSPIREINfrastructure for SPatial InfoRmation in Europe (INSPIRE) ist das Vorhaben der Europäischen Union für eine gemeinsame Geodatenstruktur in Europa. Sie will damit die grenzübergreifende Nutzung von Geodaten in Europa erleichtern. In der Praxis fordert INSPIRE eine einheitliche Beschreibung der Geodaten und deren Bereitstellung im Internet. Auch die Daten selbst müssen in einem einheitlichen Format vorliegen.

K

Konzentrierte DigitalstrategieMit dem Positionspapier „Auf dem Weg zur Digitalen Agenda Sin-delfingen“ wurde beschlossen eine Digitale Agenda für die Stadt Sindelfingen zu entwickeln. Aufgrund der aktuellen Haushaltskrise und der Pandemiebedingungen ist allerdings die Umsetzung mit einer breit angelegten Öffentlichkeitsbeteiligung in nächster Zeit nicht durchführbar. Um trotzdem weiter voran zu kommen, hat der Gemeinderat im Juli 2020 beschlossen, die konzentrierte Digital-strategie vorzuschalten. Diese ist kleiner gefasst als die Digitale Agenda und mit einer reduzierten Bürgerbeteiligung entwickelt. Sie enthält einen strukturierten Überblick über verschiedenste Projektideen aus dem Bereich Digitalisierung. Diese Projektideen wurden bewertet nach Status, Priorität, Projektdauer und Kosten.
Künstliche Intelligenz (KI)Eine allgemein akzeptierte Definition zu „Künstliche Intelligenz“ (KI) gibt es nicht. KI ist einerseits ein Teilgebiet der Informatik, welches mithilfe von Algorithmen versucht, kognitive Fähigkeiten wie Lernen, Planen oder Problemlösen in Computersystemen zu realisieren. Zugleich steht der Begriff für Systeme, die ein Verhalten zeigen, für das gemeinhin menschliche Intelligenz vorausgesetzt wird.
Ziel moderner KI-Systeme (lernende Systeme) ist es, Maschinen, Roboter und Softwaresysteme zu befähigen, abstrakt beschriebene Aufgaben und Probleme eigenständig zu bearbeiten und zu lösen, ohne dass jeder Schritt vom Menschen programmiert wird. Dabei sollen sich die Systeme auch an veränderte Bedingungen und ihre Umwelt anpassen können.

L

LoRaWANLoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network. Es ist ein weltweit normiertes Funknetz, welches speziell für Anwendungen im Bereich des „Internet der Dinge“ (Internet of Things / IoT) konzipiert wurde. LoRaWAN eignet sich für die drahtlose Kommunikation zwischen IoT-Objekten wie Sensoren oder Zählern. Vorteile sind die große Funkreichweite, der geringe Energieverbrauch und die relativ geringen Kosten.

O

Once Only AnsatzDas Ziel des Once-Only-Ansatzes ist es, dass Bürgerinnen und Bürger bestimmte Daten der Stadtverwaltung nur noch einmal zentral mitteilen müssen. Somit stehen sie überall dort zur Verfügung, wo sie gebraucht werden. Unter Einbeziehung von Datenschutzbestimmungen und der Zustimmung der Nutzerinnen und Nutzer ist es der öffentlichen Verwaltung erlaubt, die Daten wiederzuverwenden und untereinander auszutauschen. Dadurch können z.B. Bescheide schneller versendet werden.
OnlinezugangsgesetzDas Onlinezugangsgesetz (kurz: OZG) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen bis Ende 2022 knapp 600 Verwaltungsleistungen digital anzubieten. Die meisten Verwaltungsleistungen betreffen die Kommunen. Durch die neuen digitalen Angebote soll die Interaktion zwischen Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen schneller und effizienter werden.
Open DataBei Open Data werden Datenbestände öffentlich zur Verfügung gestellt und können von jedermann frei genutzt werden. Bei den Datenbeständen darf es sich nicht um personenbezogene oder datenschutzrechtlich geschützte Daten handeln.

P

PositionspapierDer Gemeinderat der Stadt Sindelfingen hat am 20.02.2018 das Positionspapier „Auf dem Weg zur Digitalen Agenda Sindelfingen“ beschlossen (Sitzungsvorlage 82/2018). Bestandteil des Beschlusses war die Einrichtung des Amtes für Digitalisierung, das als zentrale Koordinierungsstelle dient und die Digitale Agenda entwickeln und steuern soll. Damit der Gemeinderat die Möglichkeit hat, die strategischen Weichenstellungen in Sachen Digitalisierung fokussiert zu beraten und die unterschiedlichen Themen der Digitalisierung gebündelt diskutieren kann, wurde der Ausschuss für Digitalisierung eingerichtet.

Eine Digitale Agenda befähigt die Stadt Sindelfingen, die digitale Transformation aktiv zu gestalten und positiv für sich zu nutzen. Sie leitet sich dabei vom Selbstverständnis der Stadt Sindelfingen, den Bedürfnissen der Bürgerschaft sowie den regionalen und wirtschaftlichen Digitalisierungsanforderungen ab. Dabei spielen Themen wie die digitale städtische Infrastruktur, digitale Verwaltungsprozesse, aber auch der digitale Wandel in Bildung oder Verkehr eine zentrale Rolle.

Q

QR-CodeEin QR-Code ist ein zweidimensionaler Strichcode. Er ist in einem Quadrat angeordnet und besteht aus schwarzen und weißen Feldern. Der Code kann mit der Kamera eines mobilen Endgerätes und ggfs. einer App ausgelesen werden. Dadurch wird eine Interaktion ausgelöst, wie zum Beispiel das Aufrufen einer Internetseite. Die Abkürzung QR steht für „quick response“, also für „schnelle Antwort/Reaktion“.
Quick WinsQuick Wins (wörtlich aus dem Englischen: schnelle Gewinne) sind schnelle Erfolge, die mit wenig Aufwand erzielt werden können. Sie erfordern bei einem Projekt grundsätzlich nur einen geringen Mittel- und Personaleinsatz, um in kurzer Zeit eine im Verhältnis zum Aufwand große Wirkung zu erzielen.

S

Sharing EconomySharing Economy bezeichnet ein (Geschäfts-) Modell, welches darauf abzielt, Dienstleistungen, Produkte oder andere Ressourcen unter mehreren Nutzern zu teilen. Ein klassisches Beispiel sind Carsharing-Dienste.
Smart CitySmart City ist Englisch und bedeutet intelligente Stadt. Mit dem Begriff werden Städte bezeichnet, die auf eine nachhaltige, ressourceneffiziente und technologisch fortschrittliche Entwicklung abzielen. Zentrale Infrastrukturen wie z.B. Energie und Mobilität sind über das Internet vernetzt und werden intelligent gesteuert. Damit können u.a. Staus vermieden und der Energieverbrauch reduziert werden.
SmartphoneEin Smartphone ist ein Mobiltelefon mit erweitertem Funktionsumfang. Neben Telefonie bietet ein Smartphone weitere Nutzungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Internetnutzung und E-Mail-Postfach sowie die Installation und Nutzung von Apps. Ein Smartphone verfügt in der Regel über ein berührungsempfindliches Display (einen sogenannten Touch-Screen).
Social MediaSocial Media, zu Deutsch soziale Medien, ist ein Überbegriff für Medien, in denen Internetnutzer sich miteinander vernetzen und austauschen. Es können z.B. eigene Inhalte erstellt und mit anderen Nutzern geteilt werden. Ein wichtiges Merkmal von Social Media Plattformen ist die Interaktivität.
StreamingDer Begriff Streaming (wörtlich aus dem Englischen: das Fließen oder Strömen) bezeichnet die gleichzeitige Übertragung und Wiedergabe von Bild- und Tondaten. Die Daten werden in Echtzeit z.B. ins Internet übertragen. Dort können Interessierte die Übertragung z.B. einer Veranstaltung direkt mitverfolgen.

V

VideokonferenzBei einer Videokonferenz handelt es sich um eine Besprechung, die über das Internet übertragen wird und an der zwei oder mehr Personen an unterschiedlichen Orten teilnehmen. Die Teilnehmer nutzen Videokameras / Webcams, Monitore sowie Sprach-Ein- und Ausgabegeräte, um sich gegenseitig sehen und hören zu können.
Virtual Reality (VR)Virtual Reality ist Englisch und steht für virtuelle Realität. Es bezeichnet eine komplett computergenerierte (3D-) simulierte Umgebung, mit welcher der Betrachter interagieren kann. Heute kann man bspw. mittels VR-Brillen in die künstlichen Welten eintauchen.

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